Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Deute

Stand: 2009 (2011)    (erstellt von Helmut Pflüger)

Die ersten Feuerwehren wurden vor ca. 170 Jahren gegründet, sie wurden aus der Not geboren. Viele große und schwere Brandkatastrophen, durch die ganze Dörfer und Städte ausgelöscht wurden, trugen dazu bei.

Die Deuter Feuerwehr ist 75(77) Jahre alt, eine doch auch schon lange Zeit.

Was bedeutet dieses eigentlich? Es bedeutet, dass sich Männer, Frauen und auch Jugendliche aus 2 und oft auch 3 Generationen bereitgefunden haben, um sich in den Dienst des Nächsten zu stellen, um anderen in Not und Gefahr zu helfen. Wenn es sein muss, auch unter Einsatz des eigenen Lebens.

Oft wurden die Feuerwehrleute vor 50 oder mehr Jahren  von Teilen der Bevölkerung belächelt, wenn diese mit der damals bescheidenen Ausrüstung übten oder einen vollgummibereiften Anhänger mit Muskelkraft durch das Dorf schoben und diese Tätigkeit aus Unkenntnis mit der Tätigkeit in anderen Vereinen gleichgesetzt wurde.

Doch hier besteht der große Unterschied zwischen dem persönlichem Hobby in einem Verein, oder der aktiven Teilnahme in der Feuerwehr. Nichts hat sich in den vergangenen  75 Jahren so verändert, wie die Arbeit der Feuerwehren, anderer Hilfsorganisationen und auch der Polizei

Ein Freiwilliger in der Feuerwehr weiß nie, wann der nächste Einsatz kommt, die dabei Verantwortlichen können bei einem Misserfolg leider auch noch juristisch belangt werden.

Ein begangener Fehler beim Sport, Spiel oder Gesang ist ärgerlich, bei einem Feuerwehreinsatz kann er tödlich sein. Viele Unfälle passieren aus Leichtsinn mit oft schrecklichen Folgen. Doch diese Folgen begleiten die Helfer noch sehr lange.

Nicht umsonst ist die Arbeit von Notfall-Seelsorgern notwendig geworden.

75 Jahre bedeuten auch Sorge um die Einsatzbereitschaft der Frauen und  Männer, der Geräte und der Ausrüstung. Wie überall, so ist auch in der Feuerwehr ein Stillstand schon ein Rückstand.

Oft war und ist es schwer die Gemeinden und Städte, die ja Träger des Brandschutzes sind, von der Notwendigkeit der Anschaffungen und der Bereitstellung der dazu erforderlichen finanziellen Mittel zu überzeugen. Doch um helfen zu können, braucht man Geräte und Ausrüstung, denn nichts ist für einen Feuerwehrmann schlimmer, als zusehen müssen und nicht helfen zu können.

Und es bedeutet weiterhin Sorge um  den Nachwuchs, denn Feuerwehr ist keine Freizeitbeschäftigung und auch kein Hobby. Dienst in der Feuerwehr hat auch etwas mit dienen zu tun, wer möchte heute noch dienen ohne zu verdienen?

Aber 75 Jahre Feuerwehr heißt auch Pflege der Kameradschaft in der eigenen Wehr, aber auch mit anderen Wehren. Es gibt keinen Unterschied ob arm oder reich.  Es zählt nicht der Glaube und nicht die Partei, es zählt nur der Mensch.

Leider ist von der Gründung der Wehr 1934 bis 1951 kein Protokollbuch mehr vorhanden, vermutlich kam dies in den Kriegsjahren oder zum Ende des Krieges abhanden.

Vorhanden ist jedoch das Kassabuch, mit  Eintragungen ab dem 1.4.1934

Jedoch aus der Tatsache, dass noch Dienstausweise und andere Unterlagen, ausgestellt am 1.4.1934 vorhanden sind, steht fest, dass aus der  ehemaligen Pflichtfeuerwehr eine Freiwillige Feuerwehr wurde.

Am 1.6.1934 hatte  die Feuerwehr 32 Mitglieder.

Wehrführer: Jakob Wunsch

Stellvertreter: Adolf Hoffmann

Schriftführer u.

Kassenwart: Heinrich Pflüger

Gerätewart:   Heinrich Hupfeld

Beisitzer: August Brede

Dem Führerrat gehörten an:

Jakob Wunsch, Adolf Hoffmann, Wilhelm Boll, Heinrich Pflüger,

Heinrich Hupfeld, August Brede, Fritz Lange.

Führer des Steigerzuges: Adolf Hoffmann, Bm.   Vertr. August Brede

Führer des Spritzenzuges: Wilhelm Boll, Lm.   Vertr. Fritz Lange

Wehrführer/Ortsbrandmeister

von    1934   bis   1951   Jakob Wunsch

„        1952   bis   1959   Heinrich Berninger

„        1960   bis   1964   Heinrich Wunsch

„        1965   bis   1966   Reinhold Lengemann

1967   bis   1992   Helmut Pflüger

„        1993   bis   1999   Herbert Bartholmai

„        2000   bis   2004   Lothar Hanse

2005   bis   2006   Lars Gerhold

2006   bis   heute  Stefan Ringlebe

Stellvertretender Wehrführer

von     1934  bis   1960   Adolf Hoffmann

„         1961  bis   1962   Rudolf Jedlitschka

„         1963  bis   1966   Heinrich Berninger

„         1967  bis   1972   Heinrich Berninger und Heinrich Wunsch

„         1973  bis   1992   Herbert Bartholmai

„         1993  bis   1994   Markus Threis

„         1994  bis   1996   Jürgen Kramp

„         1997  bis   1999   Lothar Hanse

„         2000  bis   2004   Markus Kastl

„         2005  bis   2006   Lothar Hanse

„         2006  bis   2014   Markus Kastl

„         2014  bis   heute  Patrick Happel

 

Vereinsvorsitzender

von     1934  bis   1951  Jakob Wunsch

„         1952  bis   1959   Heinrich Berninger

„         1960  bis   1964   Heinrich Wunsch

„         1965  bis   1966   Reinhold Lengemann

„         1967  bis   1994   Helmut Pflüger

„         1995  bis   2001   Herbert Bartholmai

„         2002  bis   2006   Lothar Hanse

„         2007  bis   heute  Michael Meyer

Stellvertr. Vorsitzender

von     1934   bis   1959   Adolf Hoffmann

„         1960   bis   1961   Rudolf Jedlitschka

„         1961   bis   1966   Heinrich Berninger

„         1967   bis   1971   Heinrich Wunsch

„         1972   bis   1993   Herbert Bartholmai

„         1994   bis   1996   Jürgen Kramp

„         1997   bis   2001   Lothar Hanse

„         2002   bis   2004   Markus Kastl

„         2005   bis   heute   Jürgen Kramp

„         2007   bis   heute  Stefan Ringlebe

Kassierer

von     1934   bis   1971   Heinrich Pflüger

„         1972   bis   1996   Heinz Karpenstein

„         1997   bis   2006   Michael Meyer

„         2007   bis   heute  Jörg Beschta

Schriftführer

von     1934  bis     1939  Heinrich Pflüger

„         1952  bis     1981  Johannes Krug

„         1982   bis    1996  Axel Freudenstein

„         1997   bis    heute  Manuela Passau

Doch nun zurück zu den Anfängen der Deuter Feuerwehr überhaupt:

(soweit diese bekannt sind)

1812 zahlten die Deuter Bürger an die Gemeinde Böddiger für die Unterhaltung der Spritze und die Besoldung des Spritzenmeisters  54 Albus und 9 Heller jährlich.

Wer um 1836 in Deute zum Beispiel durch Heirat ein Heimatrecht erwerben wollte, musste einige Taler für die Feuerwehrgerätschaft in die Gemeindekasse zahlen.

1855 hatten die Deuter einen Anteil an der Spritze von Alten- und Neuenbrunslar und Wolfershausen.

Weiter gehörten zum Inventar:

25 Feuereimer aus Leder

3  Feuerhaken und 2 Feuerleitern

1863 wollte die Gemeinde Deute eine eigene Spritze kaufen und aus diesem Grund den finanziellen Anteil von Brunslar und Wolfershausen zurückhaben, was natürlich von diesen Gemeinden abgelehnt wurde. (99 Thaler)

1864 gleicher Hinweis zum Kauf einer eigenen Spritze.

Am 12.7.1865 wurden an Herrn Heinrich List zu Cassel für fünf hanfene Feuereimer 5 Thl. bezahlt.

Am 18.3.1874 erhält der Gemeinde-Rechnungsführer für die Aufsicht der Feuerlöschgerätschaften 1Thl. Und 13 ½ Sgr.

1879 stellt ein Bürgermeister Krug eine eigene zweirädrige Handdruckspritze vor, die der Gemeinde von der Aachen-Münchner Feuerversicherungs-Gesellschaft geschenkt wurde. Dies war im Vergleich zu den Ledereimern ein großer Fortschritt.

Am 28.11.1879 erhält der Wirt Albert in Deute,  4Mark und 20 Pfg. für Victualien, die beim Probespritzen am 7.und 9.März verzehrt wurden.

Am 29.11.1879 erhält der Wirt Heinrich Kilian in Neuenbrunslar  2 Mark und 70 Pfg. für Victualien, verzehrt von der Deuter Löschmannschaft.

(Vermutlich nach einem Brand in Neuenbrunslar).

1879, der Spritzenmeister Heinrich Schüler erhält ein Gehalt von 6 Mark.

1886, der Spritzenmeister Carl Habenicht  erhält ein Gehalt von 6 Mark.

1928 lehnt ein Kreisbrm. Hubenthal die Anschaffung einer Motorspritze ab, da die Nachbarorte nahe lägen und die vorhanden Handdruckspritze gut arbeite. Wasser sei zwar genügend da, aber der Druck reiche als Zulauf für eine Motorspritze nicht aus. Der Anschaffung von Ausrüstungsgegenständen für die Pflichtfeuerwehr stimmt er zu.

1929 werden für die Gemeinde Deute folgende Zahlen genannt:

43 Wohnhäuser = 275 Einwohner

1 Pflichtfeuerwehr = 64 Personen

9 Steigerausrüstungen

1 Handdruckspritze, 2rädrig, 80 mm Zylinder

2  Feuerleitern

2  Feuerhaken

12  Ledereimer

8  Schläuche = 92 m

2  Standrohre

5  Unterflurhydranten, 3 Überflurhydranten

7  Brunnen

Waren 1855 noch 25 Ledereimer vorhanden, so waren es jetzt nur noch 12. Was war geschehen?  Die Ausrüstung war im Kirchturm untergebracht und da es im 1. Weltkrieg kein Leder zum Besohlen der Schuhe gab war der fehlende Teil der Ledereimer zu diesen verarbeitet worden.

1934 wird aus der bisherigen Pflichtfeuerwehr eine Freiwillige Feuerwehr, deren 75jähriges Jubiläum (77.)im Mai 2011 in Verbindung mit dem 40jährigen Jubiläum der Jgfw.und der Einweihung des neu erbauten Unterrichtsraumes an die Schule gefeiert wurde.

1935 wurde beschloss die Gemeinde einen neuen Hochbehälter zu bauen der laut  einem vorhanden Foto 1936 eingeweiht wurde.

1936 wird mit einem 50% Zuschuss sowie einem Darlehen von der Hess. Brandvers. Eine TS 8/8 – 2 Zylinder 2takt der Fa. Magirus mit einem Breuer-Motor beschafft. Einschließlich eines geschlossenen  TSA mit Vollgummirädern, einigem Zubehör sowie 250m  B- und 150m C –Schläuchen  (rohe Hanfschläuche) zahlte die Gemeinde hierfür 4.700,-- RM.

Der  TSA wurde mit Muskelkraft der Männer bewegt, eine Zugöse für Schlepper später angeschweißt.

1963 wurde die auf dem Schuldach stationierte Sirene angeschafft.

(Vor Anschaffung der Sirene wurden die Feuerwehrmänner mittels eines eintönigen, später zweitönigem Signalhorn alarmiert).

1967 schaffte die Gemeinde eine neue Tragkraftspritze 8/8 ebenfalls Magirus, mit einem VW Industriemotor an, da die alte TS nur noch bedingt einsatzfähig war.

Diese passte natürlich nicht in den alten TSA, so dass dieser in Eigenleistung umgebaut werden musste.

Im gleichen Jahr wurde eine Funksteuereinheit für die Sirene installiert.

Als Ende der 60.Jahre die Beschaffungsaktion für TSF im Land Hessen anlief, hatte Deute leider keine Unterstellmöglichkeit für ein Fahrzeug zu bieten und blieb außen vor.

Der Bau eines neuen Gerätehauses war die Voraussetzung. Nach über 840 Std. Eigenleistung wurde dies im Dezember 1970 eingeweiht. Die Nettokosten für die Gemeinde betrugen rd. 12.000,-- DM

 

Nun hatte die Wehr ein Gerätehaus für die Fahrzeuge, jedoch keinen eigenen Aufenthalts-oder Unterrichtsraum. Nach derGebietsreform 1972 wurde die Schule aufgelöst und die ehemaligen Bad- und Duschräume zu einem Unterrichtsraum und sep. Lagerraum  in Eigenleistung umgebaut.

Da in den nächsten 2 Jahren keine Aussicht bestand aus der Beschaffungsaktion des Landes ein Fahrzeug zu bekommen, wurde von der Gemeinde ein Borgward-Kübel aus Bundeswehrbeständen zu einem Preis von 3.950,-- DM bei einer Münchener Firma bestellt. (1972)

Die Auslieferung verzögerte sich und erfolgte erst nach der Gebietsreform.

Dies  Fahrzeug wurde in Eigenleistung zu einem TSF umgebaut. 1 Jahr später bekamen wir von der FF Maden einen gebrauchten TSA. Es wurde wieder umgebaut, so dass nun eine Löschgruppe einschl. Gerät transportieren werden konnte.

Ohne Wasser war die Wehr bei Einsätzen außerhalb der Ortslage fast hilflos. Mit 2 P12 und 1Kübelspritze wurde am 11.5.1981 ein fast ausgebrannter PKW gelöscht, zwei Insassen waren schwer verletzt, jedoch zum Glück herausgeschleudert worden.

Nun musste etwas getan werden. Bereits am 21.5.81 wurde ein 200 l Wasserfass

auf dem Borgward installiert mit dem bei einer Nachtalarmübung  einen in Brand gesetzter VW- Käfer mit Erfolg gelöscht wurde.  Nachdem ein  zweites Wasserfass eingebaut war, standen nun 400 Liter Wasser zur Verfügung.

Ebenso wurde eine TS 2/5  und ein Notstromaggr. Mit 2,8 KW Leistung eingebaut, so dass  ohne eine TS 8/8 gelöscht werden  konnte.

1982 bekamen die Wehr ein neues Tragkaftspritzenfahrzeug , einen  VW LT 35,

Aufbau Magirus, in das die vorhandene Ausrüstung einbaut wurde und mit dem nun innerhalb der Ortslage schneller und leichter gearbeitet werden  konnte.

1988 wurde ein Hochdruckreiniger mit 100 bar Druck in den Borgward eingebaut mit dem eine wesentlich bessere Löschwirkung im Vergleich zur TS 2/5 erzielt wurde.

Da die Wasserfässer nicht vom Rost verschont blieben, wurde 1990 von den Kameraden aus Dölzig ein ausgemusterte Edelstahl-Schaummittelbehälter gekauft. Dieser hatte einen  Wasservorrat von 475 L.

10 Jahre war es sehr eng im  Gerätehaus, 1993 stellt die Stadt die entsprechenden finanziellen Mittel bereit und das Gerätehaus wurde verlängert. Nun konnten die Fahrzeuge hintereinander stehen und es gab Platz für Ausrüstungsschränke usw.

Auch hier war wieder Eigenleistung gefragt, rd. 220  Std. wurden aufgewendet.

Ebenfalls 1993 wurde durch die Stadt eine neue TS8, Fabrikat Rosenbauer mit BMW Motor angeschafft.

Als 2001 das alte TSF ausgemustert wurde, kam als Ersatz nur ein TSF-W in frage, denn die Wehr hatte ja schon rd. 20 Jahre ein kleines Tanklöschfahrzeug, welches nach der Ausrüstung mit Funk auch von der Leitstelle eingesetzt wurde.

Im gleichen Jahr wurde aus Vereinsmitteln für ca. 20.000,-- DM ein VW-Bus beschafft.

An bemerkenswerten Einsätzen seien folgende erwähnt: (soweit bekannt)

Am 15.12.1812 brannte das Haus Nr. 27 ab (Brandursache unbekannt) und wurde wieder aufgebaut.( Heute Homberger Str 7).

Am 8. Juni 1893 wurde Deute durch eine Feuersbrunst heimgesucht, durch die vier Gehöfte zerstört wurde. Infolge eines außerordentlich trockenen Sommers war der Wassermangel so groß, dass das Wasser an einer außerhalb des Dorfes gelegenen Quelle in Fässern geholt werden  musste.

Beim Einmarsch der Amerikaner Ostern 1945 wurden mehrere Scheunen in Brand geschossen von denen 3 ganz abbrannten und 2 stark beschädigt wurden.

Im Sommer 1949 brannte infolge eines Blitzschlages die Scheune des Landwirts Georg Hupfeld ab.

Im September 1984 brannte, vermutlich durch Brandstiftung, das Wohnhaus der Fam. Trabhart/Richardsberg  und musste anschl. abgerissen werden. Es wurde jedoch wieder aufgebaut.

Im Okt. 2000 brannte der Dachstuhl eines Wohnhauses in der Bgm.-Horstmann- Str.

Ebenfalls im Okt. 2000 brannten, vermutlich durch techn. Defekt, die Lagerräume (ehem. Stallungen und Futterboden) der Fa. Yamaha- Laaks in der Schulstraße. Schaden ca. 1Mill. DM.

Viele kleinere Brände wie z.B. PKW, Mähdrescher, Zimmerbrände, Holzhütte, Strohballen, Geräteschuppen  und Grasnarbenbrände machten den Einsatz der Wehr erforderlich.

Nachbarliche Löschhilfe wurde in Böddiger, Dissen, Niedervoschütz und Neuenbrunslar bei Haus-oder Scheunenbränden geleistet.

In den letzten Jahren  bestimmen Hilfeleistungen die größere Zahl der Einsätze.

Dies sind überwiegend Verkehrsunfälle, aber auch bei dem katastrophalen „Oder Hochwasser“  1997 war die Wehr  mit weiteren Wehren aus dem Schwalm-Eder Kreis in Dresden im Einsatz.

Zahlreiche Pokale zeugen von vorderen Plätzen bei Wettkämpfen, die jedoch nur durch viele Übungen errungen werden konnten.

Aus dem Vereinsleben gibt es folgendes zu berichten:

Im  November 1971 wurde, noch zum damaligen Kreis Melsungen gehörend, unsere Jugendfeuerwehr  gegründet, die nun 40Jahre besteht.

Jugendwarte von damals bis heute waren:  Herbert Bartholmai, Armin Boll, Markus Kastl, Lars Gerhold, Stefan Ringlebe, Patrick Happel, Dominik Braun, Niels Boeckhorst, Manuel Brüssing und Nils Gerhold.

Mit der Gebietsreform 1972 wurde Deute ein Stadtteil von Gudensberg und die Wehr wechselte vom Kreisverband Melsungen zum Kreisverband Fritzlar-Homberg.  Während der Verbandswechsel ohne Probleme statt fand, wurden die Kameraden im Stadtverband mit größeren Wiederständen konfrontiert, die aber im Laufe der Jahre abgebaut wurden.

Am 24. Oktober 1973 wurde eine Frauengruppe gegründet, die über 10 Jahre  ein fester Bestandteil der Wehr war. Doch aus den Müttern wurden Schwiegermütter, Glück für viele Söhne, weniger Glück für die Feuerwehr.

Doch was Frauen damals schon leisteten, zeigten sie anlässlich des 10jährigen Jubiläums 1983. 8 Frauengruppen waren  im Einsatz, von der jede eine andere Übung zu absolvieren  hatte.

Auch auf  kulturellem Gebiet war die Feuerwehr nicht untätig. Dorfabende mit Theater-Vorführungen schon in den 30.Jahren, Kirmesfeiern, Busfahrten, z.T. gemeinsam mit dem Gem. Chor, Spießbratenessen und Maiwanderungen sorgten für steigende Mitgliederzahlen und finanzielle Hilfen, mit denen viele Anschaffungen getätigt werden konnten.

Insgesamt wurden bis 2009 =

500,-- RM,  46.300,-- DM und  5.095,--€ für Ausrüstungsgegenstände, Fahrzeuge sowie Reparaturen an diesen aus der Vereinskasse bezahlt.  ( Oder in € 28.767,--oder 56.263,--DM)

(Welcher Verein hat in 76 Jahren eine solche Summe für die Allgemeinheit aufgebracht?)

Auch zahlreiche  Arbeitseinsätze waren zu bewältigen, so u.a. Hilfe bei Dorfverschönerungen, Umbauarbeiten in der ehem. Schule, am Gerätehaus und an Fahrzeugen.

Auch  zahlreiche Jubiläen wurden gefeiert: 40, 50 und 60 Jahre FF, 10,15 und 25Jahre  Jgfw., 10 und 20 Jahre Frauengruppe um nur die wichtigsten zu nennen.

Seit 1978 veranstalten die akt. Kameraden jedes Jahr einen Senioren-Nachmittag für Vereinsmitglieder ab 60 Jahren.

Seit der Wiedervereinigung 1989/90 verbindet die Wehr eine durch einen Luftballon zustande gekommene Freundschaft mit der FF Dölzig in Sachsen.

(Anlässlich des 50jährigen Jubiläums 1984 stiegen 200 Luftballons in den Himmel, einer landete in Dölzig und wurde von einem akt.Kameraden der FF Dölzig gefunden.)

Leider wird diese Freundschaft nur noch von den älteren Kameraden gepflegt. Nur wer die Zeit vor 20 Jahren (1990) miterlebt hat, wird diese ersten Begegnungen auch nicht vergessen.

Erläuterung:

TS        -    Tragkraftspritze

TSA     -    Tragkraftspritzenanhänger

TSF      -    Tragkraftspritzenfahrzeug

TSF-W -    Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser